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Meerwasser-Wärmepumpe

FÜR ERNEUERBARE WÄRME

DIE OSTSEE ALS WÄRMEQUELLE

Das innovative Energiekonzept im neuen Hafenquartier Neustadt in Holstein

Das Hafenquartier in Neustadt in Holstein erfindet sich neu – mit einer lebendigen Mischung aus Wohnen, Gewerbe, Kultur und Tourismus. Doch das Zukunfts–Quartier an der Hafenwestseite wird nicht nur architektonisch, sondern auch energetisch neue Maßstäbe setzen. Die Stadtwerke Neustadt in Holstein (SWNH) realisieren hier ein besonders klimafreundliches Konzept zur Wärmeversorgung. Das
Herzstück ist die erste Meerwasser–Wärmepumpe in einem größeren Wärmenetz in Deutschland. Ein Pionierprojekt mit hohem Innovationsgrad und Vorbildcharakter. 
Die Entwicklung des Hafenquartiers und der Aufbau der Wärmeversorgung gehen Hand in Hand. Während neue Gebäude entstehen, wird auch das Wärmenetz schrittweise erweitert und für zukünftige Anschlüsse vorbereitet.

Ein Pionierprojekt mit hohem Innovationsgrad und Vorbildcharakter.

PionierProjekt
Meerwasser-wärmepumpe im Podcast

Wie verstehen wir unser Konzept zur Wärmeversorgung der HAfenwestseite in Neustadt in Holstein?

Wir nehmen Sie in dieser Folge des Netzwerkpartner Podcasts Energiedosis mit in die einzelnen innovativen, aber auch herausfordernden Planungsphasen des Modellprojekts und zeigen auf, wie ein innovatives Wärmesystem funktionieren kann. 

Pionierprojekt Meerwasser-Wärmepumpe – Lars Arne Beilfuß, Stadtwerke Neustadt in Holstein – Energiedosis | Podcast on Spotify

Vom Pionierprojekt zur Praxis: Wärmewende mit Meerwasser (Update) – Dr. Mark Jahn, Stadtwerke Neustadt in Holstein – Energiedosis | Podcast on Spotify

Weitere Informationen rund um die Meerwasser-Wärmepumpe entnehmen Sie unseren FAQs:

HEIZEN MIT WÄRME AUS DEM MEER

Nach derzeitiger Planung soll die Wärmeversorgung aus mehreren technischen Komponenten bestehen. Zentrale Komponente ist eine Meerwasser-Wärmepumpe. Ergänzend ist vorgesehen, nutzbare Abwärme aus dem nahegelegenen Müllheizkraftwerk des ZVO einzubinden. Für die Abdeckung von Spitzenlasten sowie zur zeitlichen Entkopplung von Wärmeerzeugung und Wärmebedarf sind außerdem ein Spitzenlastkessel und ein Wärmespeicher vorgesehen. Nach derzeitiger Stand sollen die erneuerbaren Energien an der Wärmebereitstellung einen maßgeblichen Anteil haben.

Funktionsweise der Meerwasser-Wärmepumpe

Die Anlage im Überblick

2024 10 07 Energiezentrale MWP ©Eichert Media

• Erste Meerwasser-Wärmepumpe in einem größerem Wärmenetz Deutschlands
• Nutzung von Ostseewasser als natürliche Wärmequelle
• Wärmepumpenleistung von rund 1 MW
• Heizwasservorlauftemperaturen bis 72°C
• 25.000 Liter Pufferspeicher zur Optimierung des Betriebs
• Ergänzung durch Abwärme aus dem Müllheizkraftwerk und Spitzenlastversogung

Vom Pionierprojekt zur Praxis

Stadtplanung Ansicht Hafenplatz, Stadtwerke Neustadt in Holstein, Meerwasser-Wärmepumpe

Seit den ersten Planungen zur Quartiersentwicklung im Jahr 2012 wurde die Wärmeversorgung des neuen Hafenquartiers Schritt für Schritt entwickelt. Mit dem Bau der Energiezentrale, der Lieferung der Meerwasser-Wärmepumpe und dem Ausbau des Wärmenetzes wird die innovative Wärmeversorgung nun Realität.

Unser Flyer zur Meerwasser-Wärmepumpe

EIN LEUCHTTURMPROJEKT DER ENERGIEWENDE

• Innovatives Wärmesystem zur Erzeugung erneuerbarer Wärme
• Meerwasser als natürliche Ressource zur Wärmeerzeugung
• Einbindung der Meerwasser-Wärmepumpe in ein größeres Nahwärmenetz – deutschlandweit bislang einzigartig
• Versorgung von denkmalgeschützten Bestandsgebäuden und Neubauten
• Ermöglicht im Vergleich zu einer rein fossilen Wärmeerzeugung eine Reduzierung der CO₂-Emissionen. Damit wird einen konkreter Beitrag zur Umsetzung der Klimaschutzmaßnahmen der Stadt Neustadt in Holstein geleistet.

• Möglichkeit für private und gewerbliche Gebäudeeigentümerinnen/Gebäudeeigentümer im Anschlussgebiet, von der klimaschonenden Wärmeversorgung zu profitieren

PROJEKTÜBERBLICK

2026

  • Anbindung an das nahegelegene Müllheizkraftwerk

2025

  • Erstversorgung Wärme

2024

  • Fertigstellung der Energiezentrale mit Wärmetauscher, Speicher und Glasturm
  • Baubeginn Wärmenetz
  • Abschluss wichtiger Liefer- und Förderverträge

2023

  • Errichtung der Energiezentrale
  • Abschluss von Lieferverträgen
  • Weitere Vergabeverfahren diverser Anlagenteile
  • Lieferung der Meerwasser-Wärmepumpe
  • Die Wärmepumpe ist gebaut und wurde erfolgreich der Werksabnahme, dem so genannten Factory Acceptance Test (FAT), unterzogen
  • Für das Wärmenetz und relevante Komponenten wurde die beantragte Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) bewilligt.

2022

  • Erteilung der wasserrechtlichen Erlaubnis zur Benutzung des Meerwassers der Ostsee zum Zweck der Energiegewinnung durch eine Meerwasser-Wärmepumpe.
  • Vergabeverfahren für die Meerwasserwärmepumpe abgeschlossen.

2021

  • Erhalt des Zuwendungsbescheides
  • Beginn weiterführender Planungen

2020

  • Antragseinreichung für den Fördermittelaufruf „Kommunale Klimaschutz –
    Modellprojekte“ im Rahmen der Nationalen Klimaschutz
    –Initiative (NKI)

2019

  • Fertigstellung einer Machbarkeitsstudie nach dem Förderprogramm „Wärmenetze 4.0“ für ein Wärmenetz im Hafenquartier auf Basis eines hohen Anteils an erneuerbaren Energien

2016

  • Beschluss zur Umsetzung eines städtebaulich hochwertigen Hafenquartiers mit maritimen Gewerbe–, Wohn–, Kultur– und Tourismusangeboten an der Hafenwestseite
  • Start eines zweistufigen städtebaulichen Realisierungswettbewerbs im Anschluss an den Beteiligungsprozess 
    mit dem Ziel, eine innovative Energieversorgung des neu entstehenden Quartiers unter besonderer

    Berücksichtigung von erneuerbaren Energieträgern zu entwickeln
  • Sieger des Wettbewerbs: Konsortium der Unternehmen Elbberg Stadtplanung (Hamburg), TGP Landschaftsarchitekten (Lübeck) und TMH Architekten (Lübeck)

2012

  • Start des Beteiligungs– und Untersuchungsprozesses und Erarbeitung eines Hafen–Entwicklungskonzepts
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Logos des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz und der Nationalen Klimaschutz Initiative

Bildquellen: Elbberg Stadtplanung, Hamburg / TGP Landschaftsarchitekten, Lübeck / TMH Architekten, Lübeck / Ingenieurbüro Miebach, Lohmar © Stadt Neustadt in Holstein

Stadtwerke Neustadt in Holstein

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