Die Entwicklung der Stadtwerke Neustadt in Holstein
Als Eigenbetrieb der Stadt Neustadt in Holstein tragen die Stadtwerke einen wesentlichen Beitrag zum kommunalen Geschehen, als Wirtschaftsfaktor und Dienstleister, bei. Und das seit 1857.
2022
Glasfaser, Meerwärme, Solarenergie, Windkraft & Elektromobilität
Wir entwickeln uns kontinuierlich weiter. Heute bieten wir weit mehr als Strom und Gas. Unser Portfolio umfasst neben Photovoltaik und Glasfaser auch Zukunftsthemen wie Elektromobilität und Windenergie. Darüber hinaus planen wir die erste Meerwasserwärmepumpe Deutschlands. Zudem bauen wir zusammen mit der VS Media das Glasfasernetz in der Region aus. Unsere neue Nahwärmezentrale am Lübschen Mühlenberg wurde in Betrieb genommen.
2021
Umzug des Kundenservice vom Ziegelhof 8 in die Grabenstraße 38.
2018
neuer Standort
Umzug der Verwaltung vom Ziegelhof 8 in das neue, nachhaltige Gebäude in der Neukoppel am Ortseingang von Neustadt in Holstein.
2017
Elektromobilität
Schnellladesäulen für E-Autos werden in Neustadt, Pelzerhaken, Grömitz und Heiligenhafen zur Verfügung gestellt.
2012
Seit 2012 kontinuierliche Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED.
1999
Wärme
Die Kunden:innen der SWNH werden aus zwei Blockheizkraftwerken (BHKW) versorgt. Dies sind kompakte Anlagen, die in einem Verbrennungsmotor mechanische Energie erzeugen und diese in einem nachgeschalteten Generator in Strom umwandeln. Dabei entsteht Abwärme, die sich beispielsweise zum Heizen, Warmwasserbereiten oder für die Kälteerzeugung nutzen lässt.
Weitere Nahwärmegebiete sind geplant, z.B. beim Küstengymnasium, Hafenquartier (s. o.), sowie in der Schulstraße. Mit dem Ausbau des Nahwärmenetzes entstehen mit der Zeit immer mehr kleine Wärmeinseln, die in der Zukunft zu einem großen Wärmenetz zusammengeschlossen werden können.
1994
Parken
Parken fällt in den Zuständigkeitsbereich der SWNH.
1950
Hafen
Der Hafen geht in den Zuständigkeitsbereich der SWNH über.
1930
Wasser
Die SWNH kümmern sich um die Reinigung des Abwassers und gemäß den gesetzlichen Bestimmungen untersucht.
1914
Strom
Die Forderung nach dieser neuen Technik war in Neustadt in Holstein der Beginn eines zweiten Betriebszweiges als zusätzliche Keimzelle der Stadtwerke. Am 13. Juli des Jahres 1914 wurde um 4 Uhr morgens als zweite Leitungsgebundene Energieform die Stromversorgung eingeschaltet – durch Anschluss an die Hochspannungsleitung der Oldenburgischen Elektrizitätsgesellschaft.
Zum heutigen Zeitpunkt versorgen die Stadtwerke Neustadt in Holstein die Stadt und Region mit Strom, Gas, Wärme, Glasfaser und Mobilitätslösungen. Täglich sind dafür rund 90 Mitarbeiter:innen im Einsatz.
1913
begann in Pelzerhaken der Aufbau einer Funkstation der Kaiserlichen Marine zu deren Betrieb eine Versorgung mit Wechselstrom notwendig war. Bei einem festgesetzten Mindestverbrauch für das Gebiet Pelzerhaken und dem des Kaiserlichen Marinefiskus wurde beschlossen, auch diese Areale mit Strom zu versorgen. Das Handwerk benötigte Antriebsmaschinen, die der Dampfkraft überlegen waren. Die Beleuchtung gegenüber der Gaslampe war ungefährlicher, sauberer und heller.
1912
weckten Versammlungen der Bürger:innen sowie aufklärende Vorträge das vermehrte Interesse für Elektrizität. Bei fortlaufenden Beschlüssen und Planungen waren einige Neustädter Firmen werbewirksam dabei, im Neustädter Wochenblatt ihre neuen Techniken zu offerieren. Planerisch ging man im Jahre 1912 übrigens bei dieser neuen Energieform von einem Bedarf mit 25. 000 kWhla aus – zu einem Preis von 50 PflkWh für Licht und 25 PflkWh für Kraftstrom. Im Jahre 1914 kostete ein Roggenmischbrot 21 Pf, und ein Handwerker verdiente 50 Pf je Stunde bei zehnstündiger Arbeitszeit am Tag.
1910
waren Lübeck, Stockelsdorf, Lensahn, Cismar und Bad Schwartau schon am überregionalen Stromnetz angeschlossen. Ab sofort galt diese neue Form der Energie, die Elektrizität, als Konkurrenz zum Stadtgas.
1857
Erdgas
entstand am Ziegelhof in Neustadt in Holstein ein privat gegründetes Gaswerk zur Gewinnung von “Stadtgas” aus Steinkohle. Die Betreiber waren der Kaufmann Johann Franz Johannemann, Eisenfabrikant Johann Christoph Johannssen und der Ratsherr Wilhelm Gar/ Gottschalk Sander. In diesem „Gaswerk” wurde aus Steinkohle über den Vorgang der thermischen Entgasung das so genannte Stadtgas gewonnen. Als Nebenprodukte fielen Koks und Teeröle an. Der Koks diente als Heizmaterial, der Teer zur Verwendung im Schiffbau und in der Bauindustrie bzw. chemischen Industrie.
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