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Neubau der Stadtwerke überzeugt Fachjury

Konzepte für Gebäude und Quartiere der Zukunft und für einen internationalen Energiewettbewerb ausgezeichnet

© BINE Informationsdienst

Beim Ideenwettbewerb „EnEff.Gebäude.2050“ sind zehn herausragende und innovative Konzepte mit einem Preisgeld von insgesamt 280.000 Euro im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) in Berlin prämiert worden. Sowohl in der Kategorie „Konzepte für zukunftsweisende Gebäude und Quartiere“ als auch in der Kategorie „Ideen für einen internationalen Energiewettbewerb“ hat die jeweilige Jury fünf Preisträger ausgewählt.

Die eingegangenen Ideen zeigen, dass die Energiewende im Gebäudebereich in vielen unterschiedlichen Facetten und Lösungsansätzen gesehen werden kann und dass es nicht die eine Patentlösung, sondern eine spannende Vielfalt gibt. „Die Bandbreite der eingereichten Konzepte war sehr beeindruckend“, sagt Barbara Ettinger-Brinckmann, Präsidentin der Bundesarchitektenkammer und Vorsitzende der Jury für „Konzepte zukunftsweisender Gebäude und Quartiere“. Die ausgezeichneten Konzepte spiegeln das ganze Spektrum der Bauaufgaben wider: Neubau und Sanierung, einzelne Wohn- und Nichtwohngebäude bis hin zum Quartier. Zudem entfalten sie jeweils eine besondere Vorbildwirkung.

Der Ideenwettbewerb „EnEff.Gebäude.2050“ ist Teil der gleichnamigen Förderinitiative „EnEff.Gebäude.2050“, die nahezu klimaneutrale Gebäude und Quartiere fördert. Insgesamt sind 18 Konzepte eingereicht worden, davon 13 unter Thema 1, „Konzepte für zukunftsweisende Gebäude und Quartiere“, und fünf unter Thema 2, „Ideen für einen internationalen Energiewettbewerb“. Der Projektträger Jülich hat den Ideenwettbewerb im Auftrag des BMWi ausgelobt.

Gesucht waren insbesondere Ideen für energetisch zukunftsweisende Neubauten, Transformations- und Modernisierungsvorhaben im Bestand, Quartierskonzepte zum Wohnen und Arbeiten und neue Plusenergiekonzepte im Geschossbau. „Ich freue mich, dass sich diese Vielfalt auch in der Auswahl der fünf Preisträger des Wettbewerbs darstellt“, so die Juryvorsitzende.

Die Konzepte Energie und Technikpark in Trier, Newtonprojekt in Berlin-Adlershof, Vorwärtsquartier Schwerin, AktivStadthaus im Bestand in Frankfurt am Main und Neubau Stadtwerke Neustadt in Holstein hat die fünfköpfige Jury mit einem Preisgeld von je 30.000 Euro prämiert. Alle ausgezeichneten Konzepte
machen deutlich, dass sich innovative Energiekonzepte und eine überzeugende Architektur nicht ausschließen, sondern verbinden lassen. Ettinger-Brinckmann betont: „Ein ganzheitlich gedachter Entwurf verbindet innovative Energiekonzepte mit überzeugender Architektur. Bauherren und Architekten sind gemeinsam verpflichtet, die Ziele der Klimawende zu unterstützen.“

Das Projekt der Neustädter Stadtwerke zeichnet sich durch ein besonders innovatives Energiekonzept aus. Das Verwaltungsgebäude erhält insgesamt fünf Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung. Das Lüftungskonzept sieht die Büroräume als Zuluftzone vor, Verkehrs- und Kommunikationsbereich bilden die
Überstromzone. Die Abluft wird aus den Kernzonen (Sanitärräumen) entnommen. Die Zuluftmengen werden gering gehalten. Alle Räume sind über Fenster natürlich zu lüften. Die Büroräume erhalten Deckensegel zu Beheizung, der Eingangsbereich wird über eine Fußbodenheizung beheizt und die Sozial- und Sanitärräume über Heizkörper. Die ausgewogenen Grundrisse und Gebäudebeziehungen stellen kurze Arbeitswege und ein gemeinsames Arbeiten sicher.

Die Stadtwerke am Standort Neukoppel prägen maßgeblich durch eine überzeugende Einbindung in den Städtebau den Eingangsbereich der Stadt Neustadt in Holstein.

Auf dem Photo (© BINE Informationsdienst): Vordere Reihe von links nach rechts: Herr Prof. Ingo Lütkemeyer / IBUS Architekten, Frau Vera Litzka Werkleiterin Stadtwerke Neustadt, Frau Susanne Korhammer / TARA Ingenieure, Herr Martin Spieß, Architekturbüro Rissmann und Spieß!

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